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Waisenhaus und Kinderhilfe an der Ostküste Indiens

Madahava Rao und seine Frau Nirmala Kumari engagieren sich in aufopferungsvoller – und vorbildlicher Weise für Kinder in der Region Vijayavada. In ihrem Kinderhaus, in dem neben Waisen auch Strassen – oder andere Kinder ohne elterliche Obhut leben, sind etwa 200 Kinder untergebracht. Dort werden sie mit Essen und Kleidung versorgt und medizinische betreut. Das stillen dieser Grundbedürfnisse ist die Voraussetzung, um die Kinder mit Freude am täglichen Schulunterricht teilnehmen lassen zu können.

MERCY AND GRACE, die von Madahava und Nirmala gegründete Organisation betreut neben den 200 Kindern im eigenen Waisenhaus weitere ca. 1.400 Kinder in den umliegenden Dörfern. Hauptausrichtung der Arbeit ist es, den Kindern Bildung zu vermitteln. Dazu werden sie vor Ort unterrichtet und auch in die umliegenden Schulen gebracht.

Kinder werden in den armen Schichten in Indien als Arbeitskraft gesehen, welche man verliert, wenn man sie zur Schule schickt. Dies trifft in großem Maße für Jungen und fast für alle Mädchen zu. Dadurch sind Kinder in der traditionellen Gesellschaft chancenlos und bleiben auf dem Niveau der untersten Schichten. Gerade diese Kinder gezielt zu fördern, haben sich Madahava, ein früherer Bankangestellter, sowie Seine Frau Nirmala zum Ziel gesetzt. Bei dieser Lebensaufgabe werden sie tatkräftig von ihrem Adoptivsohn Rajesh unterstützt.

Matthias Schüler, ein Mitglied von Smiling Children, war bei seinem Besuch im September 2008 tief beeindruckt von dem Engagement und dem freundlichen Wesen der Kinder, die sich trotz ihrer Armut nicht entmutigen lassen. Bei der großen Anzahl von Kindern ist es nicht verwunderlich, dass es an allen Ecken fehlt. Der notwendige Ausbau des Waisenhauses wird in kleinen Schritten vorangetrieben, je nachdem wie viel Spendengelder eintreffen. Die Kinder schlafen nach wie vor auf nacktem Betonboden. Auf der Wunschliste von Madahva stehen neben Betten und Decken auch ein Lehrer für die Kinder des Waisenhauses sowie ein Bus zum Transport der Kinder aus den Dörfern zur Schule. Bisher fehlen allerdings die finanziellen Mittel, um diese Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen.


Bericht zum Projekt Waisenhaus in Vijayawada (Indien)
Von Matthias Schüler/Medenbach

Während meines Indien Aufenthaltes habe ich im September 2008 das Mercy & Grace Waisenhaus in der Nähe von Vijayawada besucht. Madhava, Leiter des Waisenhauses, empfing mich am Flughafen mit folgenden Worten „ Ich habe Gott um Hilfe gebeten und nun ist sie gekommen“.
Zur Zeit meines Besuches herrschte heftiger Monsunregen und es sind bereits über eine Millionen Menschen obdachlos. Besonders die Kinder leiden nun noch mehr, da Nahrungsmittel noch knapper sind, sauberes Trinkwasser fehlt und eine medizinische Versorgung nicht (kaum) gewährleistet ist.

Vom Flughafen fuhren wir zuerst zum Waisenhaus. Nach einer Begrüssungszeremonie wurde mir das 2 stockige Gebäude gezeigt und die Waisenkinder sangen einige indische Volkslieder. Das Gebäude ist karg, aber sauber. Ein drittes Stockwerk befindet sich noch im Rohbau, dieser musste jedoch gestoppt werden, da z. Z. keine finanziellen Mittel mehr vorhanden sind. Hier plant Madhava Schulungsräume, um die Kinder direkt im Waisenhaus unterrichten zu können.

Nachdem ich mir einen ersten Eindruck verschafft hatte, gingen wir Einkaufen. Im Vorfeld meiner Reise wurde ich vom Smiling Children Vorstand mit „Prokura“ ausgestattet und beauftragt € 10.000,00 wie vorab besprochen zielgerichtet auszugeben. Madhava hatte bereits per E-Mail eine „Wunschliste“ mit den am dringendsten benötigten Dingen zugestellt. Diese diente dem Vorstand von Smiling Children e.V. als Entscheidungshilfe, da nicht alle Wünsche realisierbar waren.
 
Wir fuhren mit einem Pickup – Truck die einzelnen Geschäfte ab und kauften 200 Schulranzen, Schuluniformen, Schulbücher, Spielsachen, wie Federball und Boccia, eine Waschmaschine, Lebensmittel wie Reis und Öl, 2 Jungen- u. 2 Mädchenfahrräder, 2 Nähmaschinen, einen PC mit Drucker und Monitor, einen Fernseher mit Video. Zum Schluss habe ich alle offenen Arztrechnungen bezahlt und einen LKW voll Reis für die Flutopfer. Leider konnte ich bei der Verteilung des Reises in den Flutgebieten nicht mehr mithelfen. Ich habe alle Einkäufe persönlich bezahlt, es wurde kein Geld übergeben.

Spät abends kehrten wir vom Einkaufen zum Waisenhaus zurück und alle Kinder und Betreuer warteten im Innenhof des Waisenhauses sehnsüchtig auf unsere Rückkehr. Die über 200 Augenpaare funkelten im Scheinwerferlicht wie Sterne. Alle halfen mit den Pickup – Truck zu entladen und die Vorfreude war riesig.
Ich habe im Gästezimmer des Waisenhauses übernachtet und am nächsten Morgen verabschiedeten mich Madhava und die Waisenkinder mit einem riesigen Dankeschön an Smiling Children.
 
Gerne stehe ich Ihnen auch persönlich für Auskünfte zur Verfügung
Mit freundlichen Grüssen
Ihr
Matthias Schüler



Nachfolgend können Sie sich den Bericht des Mercy and Grace Waisenhauses in Vijayavada zu der von uns zur Verfügung gestellten Wasser-Aufbereitungsanlage herunterladen, um sich ein Bild von den Erfolgen von Smiling Children machen zu können.

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