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Kinderarmut in Deutschland - Tendenz steigt

Kinderarmut in Deutschland und auch in vielen anderen „reichen“ Ländern ist längst ein brisantes Thema. Derzeit leben in Deutschland rund 5 Millionen Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Tendenz steigend. Allein im Landkreis Gießen leben etwa 7.000 Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Soziale Isolation, Lernschwierigkeiten und damit verbundene Schwierigkeiten Sozialkompetenzen zu entwickeln sowie einen guten Schulabschluß zu erreichen sind die Folge und wirken sich negativ auf das ganze Leben der Kinder aus. Daher setzt sich Smiling Children e.V., nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit im Ausland, auch in Deutschland neue Ziele. Die Förderung von Kindern in Deutschland soll sich zu einem neuen Schwerpunkt von Smiling Children e.V. entwickeln. Der Anfang wurde bereits gemacht. In Zusammenarbeit mit Herrn Diakon Montermann von der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Marien Großen-Buseck, wurden hilfsbedürftige Familien identifiziert und angesprochen. Zusammen hat man ein Konzept entwickelt, wie jede dieser Familien individuell unterstützt werden kann. Um die Kinder aus der Isolation zu holen und ihnen eine normale Entwicklung zu ermöglichen, übernimmt Smiling Children e.V. z.B. Beiträge für Sportvereine, die Musikschule oder die Kosten für Nachhilfestunden. Wir stehen am Anfang eines neuen Projekts, das einen sehr positiven Start aufweist. Ein enger Kontakt zu den Familien ist durch Herr Reinhard Katzauer, Buseck, gewährleistet. Er ist das ständige Bindeglied zwischen den Familien und Smiling Children e.V. unterstützt die Familien aber auch bei Behördenanfragen sowie bei Verhandlungen mit Sportvereinen oder Musikschulen. Ziel dabei ist es, geringere Mitgliedsbeiträge für Kinder armer Familien auszuhandeln, so dass unsere Spendengelder für möglichst viele Familien möglichst lange ausreichen.

Aus Gründen des Datenschutzes und auch aus Respekt vor der Privatsphäre der von uns unterstützten Familien geben wir keine Details der Familien bekannt. In vielen Fällen handelt es sich um alleinerziehende Mütter von mehreren Kindern. Für uns ermutigend ist es, dass die Kinder lebensfroh und aufgeweckt sind und ihnen mit gezielter Förderung sicher geholfen werden kann.

Dass die Zahl der von Armut betroffenen Kindern in Zukunft steigen wird, befürchten nicht nur Kinderschutzbund und UNICEF schon seit Jahren. Derzeit werden die Rufe nach stärkeren Reaktionen seitens der Bundesregierung wieder lauter, denn die Weltwirtschaftskrise kann das Problem künftig noch weiter verschärfen.

Demografischer Wandel: Besorgniserregend
Auch der demografische Wandel macht Experten in Bezug auf die Kinderarmut in Deutschland große Sorgen, denn tendenziell werden in ärmeren Familien mehr Kinder geboren. Das wird in 20 Jahren dazu führen, dass es im Verhältnis zum heutigen Stand weniger Kinder gibt, von denen aber ein größerer Anteil in Armut lebt. Reden wir von „Armut“, meinen wir damit, dass diese Kinder weniger als 50 bis 60 % des Durchschnittseinkommens zur Verfügung haben. Darüber hinaus spielen im Falle einer Beurteilung dessen, was Armut ist, auch andere Faktoren eine Rolle. So gehen mit der Kinderarmut in Deutschland nicht selten Aspekte wie fehlende Bildungschancen und somit eine regelrechte „Vererbung“ von Armut durch fehlende Perspektiven einher.

Im Moment sind laut einer Untersuchung des Bundesfamilienministeriums um die 2,4 Millionen Kinder armutsgefährdet. Darüber hinaus lebt ein Drittel aller Kinder tatsächlich in armen Verhältnissen. Das sind noch einmal um die 5 Millionen. Die Auswirkungen der Kinderarmut in Deutschland zeigen sich besonders in von Armut betroffenen Stadtgebieten beispielsweise darin, dass Anlaufstellen für arme Menschen immer mehr frequentiert werden. Auch von Kindern, denen angesichts der Armut oft weder ein adäquater Wohnraum mit ausreichenden Möglichkeiten zum lernen, spielen und Leben zur Verfügung steht, noch eine warme und ausgewogene Mahlzeit einmal am Tag.

Es wird Zeit zu handeln, denn selbst gemeinnützige Anlaufstellen wie „Die Tafel“ oder auch Projekte wie „Die Arche“ sind mittlerweile am oberen Versorgungsniveau angelangt. Seit Hartz IV hat sich der Zulauf multipliziert. Wer schnell helfen möchte, kann beispielsweise über Vereine wie Smiling Children e.V. Patenschaften übernehmen oder Sachspenden leisten.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir setzen uns gerne für die Kinder ein und verbringen unzählige Stunden mit dieser Arbeit, um den Kindern und auch ihren Eltern Perspektiven zu verschaffen. Wir benötigen, aber dringend Ihre finanzielle Unterstützung, um mehr Kinder langfristig zu fördern. Wir hoffen auf Ihre Hilfe!

Smiling Children e.V. wird unterstützt von